Sonntag, 25. Dezember 2011

Chao Argentina

Wie rasch doch die Zeit verfliegt. Weihnachten ist schon wieder Geschichte und wir verlassen Argentinien nun definitiv. Es warten 3 Tage Atacama-Wüste und dann endlich Bolivien auf uns. Wegi ist gespannt, was sich dort seit seinem letzten Besuch 2006 alles geändert hat und was nicht.

Die Städte Cordoba und Salta bildeten den Abschluss unseres Argentinienaufenthalts.

Cordoba ist eine sinnlos heisse, jedoch wunderschöne und sehr lebhafte Stadt. So sind die Strassen auch mitten in der Nacht noch gut gefüllt. Auf Empfehlung einer in Cordoba sesshaft gewordenen jungen Schweizerin, die wir zufällig (auf der Flucht vor der Hitze) getroffen haben, besuchten wir im Ausgangs- und Künstlerviertel einen grossen Nachtmärit, der wirklich Einiges zu bieten hatte (der Reiseführer verschweigt dieses sehr belebte Viertel).

Museo de la memoria in Gedenken an all die Gefolterten und Verschwundenen - leider geschlossen, merci!
Cordoba

Das waren noch Computerspiele
Am Tag darauf schauten wir im nahen Alta Gracia bei kühlen 38 Grad im Elternhaus von El Che (Guevara) vorbei, ein kleines aber feines Museum, übrigens unser erstes in Südamerika. Selbst Fidel und sein Buddy Hugo waren hier vor ein paar Jahren zu Besuch. Ah ja, nur der Vollständigkeit halber: Vera wurde erneut Opfer ihrer selbst. Ihr wisst schon, Schlüssel, Rucksack, Schlössli. Diesmal konnte Wegi Letzteres mit etwas Herumstochern überlisten.

Ein Narr wer denkt, die Glace bleibt Glace bei diesen Temperaturen
Che's berühmtes motocicleta (mit dem er seine prägenden Reisen unternahm)
El Che mit Ching u Chegu
Ungeliebte Bücher kann man verbrennen, verschenken oder damit die Wand eines Restaurants tapezieren
Und immer noch gab es locas, die in der Sonne sassen...
Auch wenn wir unser Hauptziel in Cordoba, das sich mit der Militärherrschaft in Argentinien befassende Museo de la memoria (in einem ehemaligen Folterknast untergebracht), wegen sehr besucherfreundlichen Öffnungszeiten nicht besuchen konnen, war die Stadt definitiv den Besuch wert. Nach 2 Tagen gings jedoch bereits mit dem Kühlschrank-Nachtbus weiter in den Norden nach Salta.

Dank Sämus Kontakten verbrachten wir die ersten vier Tage in Salta etwas ausserhalb im ruhigen und untouristischen Campo Quijano in einem Häuschen. Dort war Erholung angesagt und wir erstanden im Dorflädeli den wohl besten Rohschinken der südlichen Hemisphäre. Und endlich endlich entleerten sich auch einmal die Wolken. Nur hätte es nicht gleich eine Sintflut sein müssen, das Wasser strömte nämlich in unsere Zimmer (durch die Mauer!?).

So hiess unser Häuschen (und das in einer sonst nicht touristischen Ortschaft)
Uns so sah's aus
Znacht

Weltuntergang
Treue Mitbewohner
Hier konnten wir uns immerhin erklären, wo das Wasser reinfloss
Salta




Kitsch
Salta zu unseren Füssen
Bei einem Rivella...
...einem begabten músico lauschend (spielte einfach für sich und den Greis)
Nachdem wir am Nachmittag des 24. über Videoskype lange mit unseren Familien plauderten, feierten wir die nochebuena (Heiligabend) mit einer Hand voll Travellern aus aller Herren Länder und einigen salteños bei gutem Essen, viiiiel Wein, música und baile in unserem super Hostel in Salta-Stadt. Es war eine sehr lustige und gemütliche Runde und in der Tat otra Navidad und damti ein ganz spezielles Erlebnis. Und um Mitternacht chlepfte und häscherete es wie in der Schweiz am 1. August.

Jeder muss noch irgendetwas erledigen am 24.
Gefülltes pollo, Salat, Ofenhärpfel und Kürbis
Auch unter uns hatte es Füürlibuebe
Sin palabras
Zu Guter Letzt lösen wir noch das Rätsel auf: Bis Cordoba sassen wir bereits 175 Stunden, also mehr als eine Woche in Bussen, manche etwas bequemer als andere (wie gesagt, ohne Nahverkehr und ohne Touren). Und es werden noch viele weitere hinzukommen.


Vor dem Jahreswechel, den wir wohl in Uyuni bei der berühmten Salzwüste feiern werden, melden wir uns noch einmal mit einem kurzen persönlichen Jahresrückblick.

Bis die Tage!

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