Es ist nicht ganz einfach, in Kolumbien Blog zu schreiben, weil dazu einfach keine Zeit bleibt! Entweder sind wir in hinreissend schönen Gegenden unterwegs, unterhalten uns mit den bisher liebenswertesten Menschen oder sitzen im Bus (lange Distanzen, Pannen [z.B. defekte Kupplung auf einer EINSPURIGEN Brücke mit der Ambulanz im Rücken!], Stau). Nun haben wirs aber doch noch geschafft, unseren Galapagos-Trip in den Weiten des www zu verewigen. Da es auf dieser Inselgruppe im Pazifik vor allem ums "Gugge" geht, halten wir uns mit Text etwas zurück und lassen vermehrt die Bilder sprechen, das interessiert die meisten sowieso mehr (8-ung: Nicht-Tierliebhaber können sich in wenigen Sekunden wieder anderen Dingen zuwenden).
Wir hatten diesen Ausflug ja eigentlich gar nicht geplant und uns kurzfristig, gestützt auf Schwärmereien anderer Reisender, dafür entschieden. So standen wir in losem Kontakt mit einer Agentur und konnten erst in Quito Nägel mit Köpfen machen. Als bereits alles geregelt war (insbes. die Knete schon bezahlt), gabs dann doch noch ein
pequeño problema. D.h., der Tanker verfügte gar nicht mehr über freie Kabinen! Aha,
PEQUEÑO problema also... Nun gut, man fand letzlich doch noch ein Schiff für uns, und im Nachhinein hatten wir wohl Glück im "Unglück", denn der Ausflug war einfach nur weltklasse. Und für ein klein wenig mehr Geld kamen wir in den Genuss einer speziellen Route, die erst noch einen Tag länger dauerte. Los gings dafür schon am nächsten Tag in aller Herrgottsfrüh...
Wir müssen wohl nicht noch extra beschreiben, was wir schlussendlich alles erlebt und gesehen haben, nur so viel: Galapagos-Reisen sind zwar astronomisch teuer (trotz Last Minute), aber es hat sich jeder
centavo gelohnt, ein unvergessliches und einzigartiges Erlebnis.
Und jetzt fertig "geliiribänzt", schaut am besten einfach selber (Wegi hat viele Fotos gemacht, aber die Kamera auch mal ruhen lassen, um die Eindrücke auf sich wirken zu lassen. Von einigen Mitreisenden sahen wir vor lauter Linse kaum einmal das wahre Gesicht...).
 |
| Etwas faules Empfangskomitee am ersten Tag |
 |
| Und schon wird geposed was das Zeug hält |
 |
| Blue-footed Booby ("Blau-Scheiche Töupu") |
 |
| Red-footed... |
 |
| Die Galapagos-Tiere sind die Ausgeburt der Indifferenz, nicht nur den Menschen gegenüber... |
 |
| Ein etwas flacheres und trockeneres Exemplar |
 |
| Wenn wir von einem Tier am Ende etwas die Nase voll hatten (im übertragenen und im wörtlichen Sinn), dann von den überall herumhängenden, spuckenden (!) und übel riechenden Meeresleguanen |
 |
| Landleguan |
 |
| Name vergessen, aber was spielt das für eine Rolle bei solch einem Sack |
 |
| Kurz darauf hörten wir einen ohrenbetäubenden Knall...:) |
 |
| Mutterliebe I |
 |
| Lav(er)a |
 |
| Krebse gabs wohl noch mehr als Leguane, aber sie nervten weit weniger |
 |
| Pinguine, bei 35 Grad |
 |
| Unser Haufen, es fehlen zwei Seuchende (inkl. Wegi, wegen 39 Grad Fieber einen Tag weg von der Bildfläche, zum Glück wars nur ein Sonnenstich und nicht eine Grippe) |
 |
| Am nächsten Tag als (farbiger) Araber wieder auferstanden |
 |
| Mutterliebe II |
 |
| Gelobt sei die Sonnenbrille. Die Äquator-Sonne ist halt schon sinnlos deftig... |
 |
| Hauptsache den ganzen Tag herumhängen... |
 |
| ...wo auch immer |
 |
| Veras Liebling... |
 |
| ...warf sich schon in seinem zarten Alter von 2 Monaten gekonnt in Pose |
 |
| Schildkröten sind langsam, laut, hemmungslos... |
 |
| ...und haben schlechte Manieren |
 |
| Wegis Liebling (die anderen runzelten die Stirn) |
 |
| Unser Kahn bei Vollmond |
 |
| Eine der wenigen Pausen an Bord, in Kürze wird wieder Land oder Wasser (2 x "Esnookeling" täglich) erkundet |
 |
| Alkohol war teuer an Bord, wir wussten uns aber zu helfen. Den offenen Kühlschrank gabs in der Kabine und lief sowieso |
 |
| Gemäss Witzbold aka Capitano kann man zu dieser Zeit keine Wale sehen. Er sollte nicht Recht behalten und wir trafen im offenen Meer auf eine ganze Herde |
 |
| Ständige Begleiter unseres Schiffs (Speisereste?). Ab und zu hinterliessen sie auch weiss-schleimige "Geschenke" |
 |
| Es gibt auch kleinere Tierchen auf den Galapagos, nur stehen sie (zu Unrecht) oft im Schatten der "Grossen" |
 |
| Unsere Gang: Links ein schweizer Pärchen (Domi, Nici), das wir über Ecken sogar kennen, rechts Joana (Deutschland) und Carlos (España) |
 |
| Die Hauptdarsteller finden zusammen zum Abschlussfoto |
 |
| Nach unserer Rückkehr trafen wir zu unserer Überraschung und Freude in Quito Reto und Corinne, die per Zufall gerade in der Nähe waren |
Was wir Euch noch vorenthalten haben, sind die Unterwasserwelten, die wir täglich (viel Salzwasser schluckend) entdeckten. Neben unzähligen Fischen in allen Farben gaben sich Schildkröten, Muränen, Pinguine, tauchende Vögel, Meeresleguane, Riesenhummer (sahen nur Vera, Nici, Domi und ich, ein paar Punkte für uns im harten Wettbewerb "wer sieht was als erstes blablabla"), spielende Seelöwen und -hunde, Tintenfische, Seesterne, Rochen und Haie (Höhepunkt: Hammerhaie, beim ersten Schnorchelgang!) die Ehre. Dazu haben wir leider keine Bilder, sondern nur ein paar wenige Videos. Zwei davon sind unten angefügt.
Und bevor wirs vergessen: In Ecuador kann sich natürlich nicht jeder ein Auto leisten. Das Benzin ist zwar billig (die Preise sind pro Gallone und nicht pro Liter Wegi, zuerst lesen, dann palaveren), aber die sehr günstigen Busse sind sowieso viel schneller: Nie wurden wir von einem Auto überholt. Wann man allerdings die dadruch gewonnene Zeit mit einem "Halsbrecherindex" gewichtet, würden viele wohl gerne ins Auto umsteigen... Und bezüglich Komfort: Hoffnungslos überfüllt sind beide, Auto und Bus. Rätselspass gibts dann wieder aus Kolumbien.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen