Dienstag, 8. Mai 2012

rickschgtrzgarck + Sonrisa

Genau so erlebten wir Guatemala: Einerseits hört man hier noch oft die indigenen Sprachen, ca. 22 an der Zahl. Und andererseits sind wir auf unglaublich nette und freundliche Menschen gestossen, die einem ständig ein Lächeln schenken, auch wenn man sich nur auf der Strasse kreuzt. Es ist angesichts dessen schwer vorstellbar, dass Guatemala ein derart gefährliches und gewalttägiges Land sein soll (was wir natürlich nicht gänzlich in Abrede stellen wollen, denn wir haben so Einiges zu Ohren bekommen. Wer sich ein düsteres Bild machen will, dem legen wir einen Besuch auf www.eda.admin.ch nahe).  
 
Auch steht dieses überaus schleche Image in scheinbarem Gegensatz zu der (Un-)Menge an Touristen, die hier rumgammeln. Antigua beispielsweise - eine der schönsten Orte, die wir auf der ganzen Reise angetroffen haben - ist fest in ausländischer Hand und es wird beinahe mehr Englisch als Spanisch gesprochen. Nun, wohl wegen der Gefahren und Ärgernisse hat sich in Guatemala eine Art Parallelstruktur, bestehend aus sicheren, schnellen und erstaunlicherweise oft auch bezahlbaren Tür-zu-Tür Transportangeboten entwickelt. Auch wir haben davon ab und an Gebrauch gemacht, jedoch genau so versucht, uns bei Reisen mit den "Chicken Buses" (=alte, meist total gepimpte amerikanische Schulbusse) unters gemeine Volk (und zwischendurch auch Getier, der Name "Chicken Bus" kommt nicht von sonst) zu mischen. 

Wir fühlten uns jedenfalls kaum einmal unsicher und haben dieses wunderbare Land in vollen Zügen genossen. Eigentlich wollten wir ja etwas mehr Zeit in Mexico verbringen, schlussendlich sind wir aber trotzdem ganze zwei Wochen in Guatemala geblieben. So konnten wir relativ viel sehen, auch wenn natürlich nicht in der Tiefe wie bis anhin: 
  • In Antigua genossen wir Müssiggang und koloniales Flair, während wir als körperliche Ertüchtigung zwei Vulkane bestiegen. 

  • Noch einmal richtig schwitzen mussten wir in Tikal, der Mutter aller Maya-Ruinen, als wir in tropisch-feuchtem Klima die eindrücklichen Tempel erklommen. 
  • Zum Schluss liessen wir uns in der zwar nicht besonders schönen, aber interessanten und authentischen Stadt Quezaltenango (Xela) nieder. Von dort aus gingen wir auf dem lebendigen Märit in Chichicastenango (Chichi) auf Shopping- und Feilsch-tour und erkundeten zu Fuss und per Schiffchen die Gegend um Panajachel und den Lago de Atitlán.  
Sodeli, den Rest sollen Euch die Bilder erzählen. Einzig das Rätsel möchte noch aufgelöst werden: In Antigua herrscht tatsächlich ein Hupverbot, welch hartes Verdikt für einen Latino :). Ob wir für die richtigen Antworten Punkte verteilen, steht noch in den Sternen, denn der eine Gewinner war schon dort und der andere hats nachgeschaut. Nun, das Rennen ist sowieso gelaufen, die Preise bereits erworben. Danke an dieser Stelle für das Mitmachen, wir haben uns immer über die witzigen, originellen, kreuzfalschen und richtigen Antworten gefreut.  

Dachterrasse im Hostel in Antigua: Die einen geniessen die Aussicht auf den Vulkan Agua, die anderen schlafen







Auch Guatemala ist ein Kaffee-Land und wir haben viel Zeit
06:00 an Wegis Geburtstag und bereits eine Stunde unterwegs auf den Gipfel des erloschenen Vulkans Acatenango (3976 m ü.M.)
Letzter Halt vor dem Gipfelsturm, welch Freude bei der Sicht!
Doch obacht: Vielleicht 5 Minuten später

Auf dem Gipfel mit herrlicher Aussicht auf den Volcán de Fuego. Da ahnten wir noch nichts... :)
Sehr lange blieben wir nicht, es war saukalt
Mit solchen Aussichten machte sich Wegi selber ein schönes Geburtstagsgeschenk


Am Abend gabs einheimische Kost vom Feinsten (Chile relleno)
Der wohl längste Geburtstag in Wegis xy Jahren neigt sich langsam dem Ende zu
Abrupter Szenenwechsel: Im feucht-heissen Tikal begrüsste uns zuallererst ein Äffchen


Die Mayas waren gute Baumeister: Nicht der Tempel, sondern die Kamera lag schief
So könnte der letzte Maya ausgesehen haben

Hatte kein Auge für die Ruinen, sieht sie ja jeden Tag





Dachterrassenkitsch in Flores, in der Nähe von Tikal

Der letzte Maya wird nicht gerne beim Essen gestört
Zurück in Antigua widmeten wir uns einer unserer Lieblingsbeschäftigungen: Jugos!...
...bevor wir wieder in die Höhe strebten, zusammen mit ein paar anderen Wahnsinnigen
Guatemala ist leider nicht sehr sauber, auch die Wanderwege gleichen bisweilen Müllhalden
Unser Nachtlager auf über 3000 m ü.M
Der Wein war gut, GLÜHwein wäre aber wohl passender gewesen...
...wie man hier unschwer zu erkennen vermag
Unser Ziel, der ziemlich aktive Volcán de Fuego (3767 m ü.M.), zeigte sich anfangs noch bedeckt...
...erst in der Nacht entblösste er sich


Acatenango, dort oben standen wir ja auch schon
Ganz rauf kann man nicht, bzw. dann würde man ziemlich sicher in Ascheform runtergeweht

Feierlichkeiten nach erfolgreicher Besteigung, Ihr könnt selber rechnen: 1 Schweizer Franken sind etwa 8 Quezales. Wir haben dieses Angebot allerdings dankend abgelehnt und uns lediglich einen Drink gegönnt, wir waren zu müde für einen Dreinschuss und sind ja beide schon alt
Bergler vereint: Zwei Inder und zwei Schweizer
Muss gemäss Vera auch mal gesagt werden: Alles was rumliegt gehört Wegi (ausser der Bodylotion auf dem Nachttisch). Veras Hab und Gut liegt schön geordnet und kompakt gelagert an einem kleinen Fleck
Vulkanthermen nahe Quezaltenango. Ohne Witz: Dieses Wasser ist gemäss Termometer 64 Grad heiss (auch wenn wirs nicht ganz glauben können). Jedenfalls wars ein grosser Kampf, bis man einmal drin war, und der ganze Aufwand nur, damit man 1 Minute später wieder unter die kalte Dusche sprang. Der Regen erhöhte die Romantik
Typisches Vera und Wegi Abendprogramm: Essen, trinken, laveren, spielen und Musik hören
Quezaltenango

In vielerlei Hinsicht erinnert uns Guatemala an Bolivien (hier Märit in Quezaltenango)
Hektisches Märittreiben in Chichicastenango


Vera am Feilschen, wir waren gut, sehr gut!
Es ist Nebensaison in Guatemala
Fischer auf dem Lago de Atitlán
Erinnerte uns etwas an die Seen im Tessin. Erstaunt waren wir über die unzähligen Villen, die das Ufer säumen (übrigens wohnt hier zweitweilig auch Martin Suter)
Wir nannten unseren temporärer Begleiter El Gandalfo

Auf 3 Guatemalteken kommt ein Chickenbus, schätzungsweise

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