Seit einer Woche sind wir zu viert unterwegs. Manu und Tanja haben sich uns für 6 Wochen angeschlossen.
Das erste gemeinsame Ziel waren die Cataratas in Iguazu, ein Naturspektakel von Weltformat, so jedenfalls wird es angepriesen. Bevor wir jedoch die 18 stündige Busfahrt angetreten haben, waren Vera und Wegi erneut Zielscheibe eines einfallslosen Diebstahlversuchs. Vollbepackt wie Sherpas zwängten wir uns in die überfüllte Metro, immer zwei Augen und zwei Hände auf unseren Habseligkeiten. Im Getümmel drängten sich zwei Männer völlig unnötig und natürlich ganz zufällige direkt zu uns durch, auch wenn neben uns genau so viel Platz war wie überall sonst, nämlich gar keiner. Einer der beiden hatte eine Jacke über seinen Arm gelegt, so dass seine unverzüglich nach Wegis Geldbeutel grapschende Hand verborgen war. Dieser war jedoch a) an der Hose befestigt b) kaum mit Geld bestückt c) von Wegis Hand beschützt. Gleichzeitig (wohl zur Ablenkung) drückte die zweite dubiose Gestalt natürlich gänzlich aus Versehen Wegis Hand an der Haltestange. Und der ganze Aufwand, um die Metro an der nächsten Haltestelle unverrichteter Dinge gleich wieder zu verlassen. Fazit: Auch wenn man uns nichts anhaben konnte, bleibt ein etwas fahler Nachgeschmack.
Die Busfahrt nach Puerto Iguazu war lange und doch wieder nicht. Erstens hatten wir im Schlafbus einen Haufen Platz und bequeme Liegesitze, weshalb wir zweitens einen Grossteil der Nacht schliefen oder zumindest dösten. Drittens wurden wir hervorragend verköstigt inkl. Wein und Whisky als Absacker (auch wenn wir den leider verschliefen).
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| Festmahl im Bus (im Becher: Malbec aus Mendoza) |
Iguazu möchten wir folgendermassen zusammenfassen:- Ein atemberaubendes und unvergessliches Naturspektakel
- Horden von meist älteren Pauschaltouristen
- Sehr heisses und feuchtes Dschungelklima (34 Grad, ja wirklich!)
- Besuch eines nicht sehr stark frequentierten (jedenfalls nicht von den Touristenhorden) Zoos, in dem versucht wird, verunfallte, geschmuggelte, misshandelte oder gezähmte Tiere auf ihre Wiederauswilderung vorzubereiten.
Für einmal hatten wir weniger Glück mit unserer Hostelwahl, aber das nur so am Rande. Das reichhaltige Morgenessen entschädigte für Vieles.
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| Nicht mehr weit und es geht z Loch ab |
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| Nämlich genau so |
Und im "Zoo":
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| Ein freilebendes, äusserst eifersüchtiges Affenweibchen |
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| Tucan |
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| Darf bald in die Wildnis zurück |
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| Ein Osmane ist und auch noch über den Weg gelaufen... |
Zurück in BA nach einer weiteren, kulinarisch angereicherten Mammuntbusfahrt gabs noch einmal eine Portion Grossstadt inkl. Shoppen, Empanadas- und Glace-Vernichten sowie eine grosse Priese Vorfreude auf die kommende, kühle Zeit in Patagonien. Hier nochmals ein paar Eindrücke:
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| Füllt normalerweise ein ganzes Rayon im Supermarkt: Mate-Tee |
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| Tango auf der Strasse |
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| Slum mitten in BA (Villa 31) |
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| Zoo oder Tierquälerei? |
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| Schätzele unter Geiern |
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| 4 Mal Lomo (Rindfleisch) für sehr wenig Geld im El Federal (von einem Einheimischen empfohlen, merci Fischi) |
Nun zur Rätselauflösung: Vera schliesst ihr Gepäck gerne mit ihren Vorhängeschlössli ab, egal in welcher Situation. So schaffte sie es, im Hotelzimmer (!!!) aus lauter Angst vor einem möglichen Diebstahl (wer wohl? MacGyver?) am Abend vor dem Essengehen ihren Rucksack mit ihren 2 (!!!) Schlössli zu verschliessen, nachdem sie die Schlüssel bereits ganz selbstverständlich in ihrem Portemonnaie verstaut hatte, das sich jetzt halt ebenfalls im Rucksack befand. Am nächsten Morgen konnte Vera das Schlössli mit viel Geschick und einer grosszügigen Portion Gewalt (begleitet von Wegis ketzerischen Kommentaren) auseinander-verhimmuheilandtonnere. Zum Glück, sonst hätte nur noch der Gang zum Handwerker um die Ecke geholfen (da war tatsächlich einer). Der ganze Ärger war also umsonst gewesen. Es bleiben einzig leise Zweifel an der Qualität der verwendeten Schlössli, ob diese einen Ganoven wirklich abgeschreckt hätten…
Für die nächsten Wochen geben wir den Interessierten unter Euch drei Teilquiz auf.
a) Was denkt Ihr, wie viele Schweizer haben wir auf unserer Reise bereits getroffen (ohne Pauschalreisegruppen in Iguazu)?
b) Was war wohl die speziellste Begegnung?
c) Was finden argentinische Polizisten vor dem Abflug nach Ushuaia (um 04:00 Uhr) im Handgepäck zweier unbeirrbarer Schweizer (das diese dann nur mit sehr viel Glück noch in einem zusätzlichen aufzugebenden Gepäckstück verstaut behalten dürfen)?
ehm sorry, abr bir durchsicht vode links ischmr e fähler ufgfaue bi Wahre YB, hesch gloub dr fautsch link inegspise...
AntwortenLöschengruess uli
zur präzisierung: la basura und Wahre YB si vertuscht. Da dräck wo Yb zämäspiut chasch ja nid aluege, de luegsch gschidr 90min ine sanddüne isch spannender.
AntwortenLöschen@gri: du hast recht, mein fehler, aber die links sind nicht vertauscht, la basura sollte eigentlich la hez heissen, das wäre wirklich zutreffend, sorry für die verwechslung...
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