Wie Frank Ribéry so schön feststellte, dürfen wir uns nun ohne schlechtes Gewissen Seefrau und -mann nennen.
Wir melden uns hiermit zurück aus milderen Gefielden. Das südliche Patagonien haben wir mittlerweile hinter uns gelassen.
Zuerst aber noch die Auflösung des letzten Rätsels:
a) Schweizer Reisende gibt es zu Hauf. Zusammen mit den omnipräsenten Israelis und erstaunlich zahlreichen Franzosen streiten sie sich um Platz 1. Wir sind ein reiselustiges Völklein. Über 20 CH-Individualreisende sind uns bereits begegnet.
b) Wegi wurde in Iguazu von einem ehemaligen Handballfeind (Simu Malär, PSG Lyss) angeschrieben. Er hat über Facebook erfahren, dass wir in Buenos Aires sind/waren. Er hielt sich zu dieser Zeit ebenfalls in Iguazu auf (brasilianische Seite), also beinahe in Fussdistanz! So kam es ein paar Tage später in Buenos Aires zu einem kurzen Treffen. Lustigerweise kennen sowohl Vera als auch Wegi Simus Freundin und Reisepartnerin (Dominique Meyer). Sie besuchte mit Veras Schwester den Gymer und damit lag ihr Schäftli gleich neben denjenigen von Wegis Klasse.
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| Zu später Stunde - nach ca. 1.5 Stunden Schlaf gings wieder weiter |
c) Natürlich, zwei Sackhegle, und fast hätten wir deswegen den Flug verpasst...
Die wichtigsten Eckpunkte unseres Patagonienabenteurs:
- Mit dem Wetter hatten wir grosses Glück. Das muss in Patagonien gar nicht der Fall sein.
- "Windgepeitscht" ist ein herrliches Wort und umschreibt ziemlich passend eine Seite des südlichen Patagoniens, aber nur eine. Alles Bisherige jedenfalls ist bestenfalls ein heisses Lüftchen.
- Ushuaia hat sich definitiv nicht nur deshalb gelohnt, um später sagen zu können: "Wir waren in Feuerland, am Ende der Welt". Wir absolvierten dort auch unser bislang letztes Jogging und hatten dabei gleich noch den schönesten Blick auf das Städtchen.
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| Joggend |
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| In einer Bar |
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| Im Nationalpark Tierra del Fuego |
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| Ebenfalls | |
- Allerdings ist es nicht ganz einfach, von Ushuaia wegzukommen, auch wenn man unbedingt will. Wir hätten nicht einmal fliegen können, wenn wir diese Möglichkeit in Betracht gezogen hätten, denn es wurde gestreikt. Die Busfahrt ist lang, ungemütlich und beginnt um 5 Uhr morgens. Wir wissen jetzt: Auch Busfahrer sind um diese Zeit schlecht gelaunt. Zudem muss man zwingend ein kleines Stück durch Chile fahren = 4 Grenzkontrollen innerhalb von 2 Stunden. Diese Hohlschellerei ist historisch gewachsen und dient heute wohl höchstens der Arbeitsbeschaffung (ein paar Zollbeamte). Immerhin sahen wir Delfine, als unser Bus auf eine Fähre verladen wurde.
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| Etwas Entspannung gabs trotzdem |
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- Vera wird ihren ersten Chile-Besuch in spezieller Erinnerung behalten, denn sie wurde nämlich erst einmal verhaftet. Schuld war ein Röntgengerät, das in einem unserer Nahrungsbeutel, den Vera mit sich trug, zwei Bananen aufspürte. Wir wussten zwar, dass Früchte etc. nicht importiert werden dürfen, in Argentinien sagte man uns jedoch, Bananen seien kein Problem. Zugegeben, es war eine Dummheit. Eh nu, nach zähen Verhandlungen, die sich ca. 1 Stunde hinzogen (notabene mussten alle Businsassen warten), war Vera schliesslich auf freiem Fuss - offizielles und schriftlich mehrfach festgehaltenes Urteil: Freispruch!
- Es gibt Gletscher, die wachsen, in der Länge je nachdem bis zu 500m in einem halben Jahr. Einer davon heisst Perito Moreno, sieht grossartig aus und ist deshalb eine Touristenattraktion. Weshalb dieser Gletscher trotz globaler Erwärmung noch wächst, lässt sich offenbar nicht umfassend erklären, ist aber höchstwahrscheinlich auf lokale Umstände zurückzuführen.
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| El Calafate |
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| Andere haben Dollarzeichen in den Augen |
- Es gibt manchmal sehr invasive und mühsame Gruppen von Reisenden. Die haben dann das Gefühl, die Welt habe nur auf sie gewartet.
- Etwas konsterniert mussten wir bei unserem zweiten Chile-Eintritt feststellen, dass kein einziger Tourist, der Früchte oder Ähnliches mit sich trug (und das waren trotz Warnungen seitens des Busfahrers einige!), am Zoll auch nur schräg angeschaut worden wäre (höchstens vom Röntgengerät, elender Spion).
- Es kann sich lohnen, 4 Stunden z.T. durch Schneegestöber (nur es Bitzeli) zu einem Aussichtspunkt zu laufen, um dann ausser Nebel kaum etwas zu sehen. Denn: Der Weg zu den Torres del Paine war das Ziel. Insgesamt haben wir 3 Tage und 2 Nächte (in Refugios, analog zur unseren SAC-Hütten) im weltweit bekannten Nationalpark Torres del Paine verbracht. Und man hätte durchaus noch länger bleiben können, evtl. auch mal im Zelt, denn der Park bietet eine grosse Palette von Trekkingmöglichkeiten.
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| Viel mehr sahen wir auch nicht |
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| Die Torres zeigten sich doch noch - als wir wieder unten waren |
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| Morgens um 6 |
- Wie Ihr bereits wisst, haben wir uns, um gegen Norden etwas an "Boden" zu gewinnen, für den teureren, aber ziemlich abenteurlichen Schiffsweg (ein Frachtschiff, das aber auch Personen aufnimmt) entschieden. Als "gleichwertige" Alternative stand einzig eine ca. 40 stündige Busfahrt zur (kurzen) Diskussion. Zusammen mit einem Duzend Crew-Mitgliedern, ca. 50 weiteren Passagieren, ein paar Rindern und Pferden durchquerten wir fantastische Fijorde und Kanäle, hörten uns sehr interessante Vorträge des Bord-Wissenschaftlers aka Bord-Clown an, lieferten uns hitzige Jassduelle, trafen einen Haufen Schweizer, wurden zünftig durchgeschüttelt und überdies hervorragend verköstigt. Langweilig wurde es in keinem Moment, einzig während der Passage auf offener See (ca. 14 Stunden) sehnte doch der eine oder andere das Ende herbei (man beachte beim leider etwas schlechten Video den Horizont).
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| So nächtigt der Seemann |
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| Andere kamen nicht so weit |
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| Unspektakulärer Alltag eines Seemanns |
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| Gletscher direkt ins Meer |
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| Vera hat einen ganzen Fisch gegessen, und ihn auch vollständig verdaut! |
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| Ein Tisch mit lauter Schweizern (es hatte noch einige mehr) |
- Es gibt gaaaaanz im Süden Chiles und im argentinischen Seengebiet (vgl. nächster Blogeintrag) en Masse Schoggi in höchster Qualität, aber wirklich ohne Ende!
stimmt, öi begägnig het z schäftli näb üs gha und isch - wöu si z wichtrach het - gwohnt ufem gliche zug gsi wi adb.
AntwortenLöschennational park tierra del fuego gseht starch us, hoffentlech hesch dini liebschti mit wahnsinnswanderige ala quiotoa loop oder valle del colca verschont - o wes drna rüeft.
obschon ig no kes rätsu aktiv beantwortet ha - wär schad we di sparte nachhautig verschwindet. Oder darf ich die Masse Schoggi als rätsel aufgreifen.
gruess