"Kleiner" Nachtrag zum letzten Kapitel: Kolumbien verfügt über eine der höchsten Silikondichten der Welt, wirklich auffallend. Einer glaubte zu wissen, dass dies am Frauenüberschuss liege, ob das der Hauptgrund ist?
Wenden wir uns interessanteren "Dingern" zu: Die Reise von Rivera nach Bogotá war - wie nicht anders zu erwarten - mühsam. Wir sind aber grundsätzlich selber schuld, wählten wir für diese Fahrt doch das Ende einer Feiertagsbrücke. Leicht fragwürdig erschien uns jedoch auch das Verkehrsmanagement: Die Autobahn war nur in einer Richtung geöffnet, und zwar (zum Glück) nur für die nach Bogotá rollende Stahllawine. Wer aus Bogotá raus wollte, musste wohl einen Gaul satteln...
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| Ab und zu fuhren wir auch auf der Gegenfahrbahn, während "unsere" Seite gesperrt wurde (?) |
Verspätet trafen wir dann doch noch in der achtmillionen Metropole ein, unversehrt bis auf Veras angerissene Geduldsfäden. In den folgenden vier Tagen erlebten wir eine unglaublich vielfältige, freundliche und schöne Hauptstadt. Wir besuchten sogar wieder einmal ein Museum (Nr. 3?), in dem wohl mehr Gold gezeigt wird als die Nationalbank unter dem Bundesplatz bunkert. In diesem Museo del Oro lief uns witzigerweise ein australisches Pärchen über den Weg, das wir von Sucre her kennen (Sprachschule), und welches wir auch schon in La Paz (in einer winzigen Kneipe) und in Copacabana zufällig wiedergetroffen haben. Südamerika ist ein Kaff.
Einzig der Ausflug in eine unterirdische Salzkathedrale (ehemalige Mine) konnte uns lediglich ein müdes Lächeln entlocken.
Und was tut man, wenn einem der Dauerregen irgendeinmal auf den Wecker geht? In Bogotá gibt es eine Kletterhalle, La Gran Pared (grosse Wand, wobei das eine ziemliche Übertreibung ist).
Die Kletterer um uns herum krabbelten die grösstenteils überhängende Wand wie Käfer hoch und liessen uns wie Kartoffelsäcke aussehen. Trotzdem hatten wir einen riesen Spass.
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| Zeigt exemplarisch den südamerikanischen Fahrstil |
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| Goldfratzen |
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| Schweizer müssen aber auch überall mitmischen: Gondelbahn (wir wissen halt wies geht) in Bogotá |
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| Neben all den religiösen Artefakten (grosse Kreuze, kleine Kreuze, hohle Kreuze, lange Kreuze, beleuchtete Kreuze, Holzkreuze, dicke Kreuze, etc.) gabs auch etwas Kunst in der Salzmine |
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| In unserem Wohnviertel (Candelaria) gabs viele versteckte Details. Eines davon war übrigens ein Schweizer Beck der himmlische Brote und Brownies feilbot (aber auch zu schweizerischen Preisen) |
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| Plaza de Bolivar (hier findet übrigens das gratis Manu Chao-Konzert statt, vgl. unten) |
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| Katze |
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| Zwischendruch versuchten wir uns auch im Bouldern |
Vielleicht lags an Veras negativer Einstellung ; ), jedenfalls geriet auch die nächste längere Busfahrt von Bogotá nach Salento ins kolumbianische Kaffeeherz wieder einmal äusserst grantig. Angesichts des tragischen tödlichen Unfalls auf der gefährlichen Bergstrecke erscheint es jedoch etwas daneben, sich zu beklagen. Und auch wenn wir den letzten Anschlussbus nach Salento verpassten, erreichten wir das hübsche Bergdorf mit Hilfe eines anderen Busses und eines Taxis (das uns bei Nacht inmitten des Nichts aufgabelte und anschliessend aufgrund des Gewichts des redseligen Fahrers, unserer Rucksäcke und des abbruchreifen Fahrzeugs kaum den Berg rauf brachte)
trozdem noch zu einer vernünftigen Zeit und angemessenen Kosten.
In Salento bzw. der wunderschönen Umgebung zeigte uns ein alter, schon etwas langsamer Kaffeebauer seine Plantage und den Herstellungsprozess (von Hand, nicht industriell). Ganz so einfach ist das also nicht, aber auch keine Hexerei!
Am nächsten Tag wanderten wir durch schweizerisch anmutende Gebirgslandschaft mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass hier bis zu 60 Meter hohe Palmen in den Himmel schiessen, teilweise Regenwald gedeiht und eine Unmenge Kolibris einem um die Ohren schwirren. Am Abend spielten wir in einer witzigen Runde mit einheimischen Jugendlichen (einer sah aus wie sich Wegi Justus Jonaus vorstellt) ein "Klötzlispiel" (ihr wisst schon, unten ein Klötzli herausnehmen und oben auf dem Turm plazieren, ohne dass er zusammenfällt) und schafften es einmal sogar, den Turm bis zum Schluss des Spiels unversehrt zu lassen.
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| Kaffeeplantage |
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| Ananas, wuchs zwischen den Kaffeesträuchern |
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| Von "rohen" Kaffeebohnen... |
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| ...bis zum fertigen Schlafräuber, wir wissen jetzt Bescheid |
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| Salento |
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| Valle de Cocora... |
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| ...und sein häufigster Bewohner |
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| Der Hostelbesitzer lieh uns Gummistiefeln, ein wahrer Segen |
Nächste Station: Medellín, einst die wohl gefährlichste Stadt der Welt (Guerilla und Kokainkrieg um Pablo Escobar). Heute ist die Stadt jedoch nicht nur sehr sicher, sonder dank vielen öffentlichen Investitionen äusserst ansehlich. Aus geplanten 3 wurden 5 Tage, wohl auch wegen Maria, der hyperkommunikativen und liebevollen Hostelbetreiberin.
Etwas ausserhalb von Medellin bestiegen wir einen riesigen, unmotiviert in der Gegend liegenden Stein mit atemberaubender Aussicht auf den grössten Stromproduzenten Kolumbiens (ein Stausee, der so gar nicht wie einer aussieht).
Den letzten Abend versüsste uns Manu Chao, dessen Konzert wir mit einem Rudel Einheimischer besuchten. Eine sehr soziale Angelegenheit: Da sich zum geplanten Konzertbeginn einige Besucher noch in der Schlaaaaange vor der Eingangskontrolle befanden, wartete man halt noch 1 Stunde, bis ein Jeder im Gelände war. Passend dazu haben wir erfahren, dass Manu Chao für seine Kolumbien-Tour dem Veranstalter die Bedingungen stellte,
kein Konzert dürfe mehr als 25 Dollar kosten und eines davon müsse sogar gratis sein (notabene das grösste in Bogotá).
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| Fernando Botero Werk: Im Wesentlichen ziemlich vollschlanke Frauen in "sexy" Posen |
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| Orchideen im botanischen Park... |
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| ...und anderes Gewächs |
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| Stausee (?!) |
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| Kolumbianische Riesenvögel |
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| Der Monolit drohte einmal auseinanderzufallen, da musste halt genäht werden. Er hiess übrigens ganz überraschend La Piedra, da haben sie wohl nächtelang drüber gebrütet... |
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| Guatapé, ein sehr farbiges Städtchen nahe bei La Piedra |
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| Medellín |
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| Im Hinblick auf den heissen Rest unserer Reise musste der Pelz dran glauben. Kostenpunkt diesmal: 5 Franken (für 50 Minuten!) |
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| In Medellin werden, anders als vielerorts, die benachteiligten Gebiete (Slums) in die Stadt eingebunden (u.a. mit Anschluss ans effiziente und hochmoderne Metrosystem (=Mischung Hochbahn und Gondeli) |
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| Begleiteten uns auf einem Spaziergang in einem nahen Wald. Er versucht es alle 5 Minuten, und das seit 9 (!) Montaen, was für eine Ausdauer, Chapeau! |
Knobelfreunde, übt Euch in Geduld!
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