Ooo wie ist das schöööön, ohne zu schwitzen in T-Shirt und langen Hosen durch die Welt zu gehen. Guatemala machts möglich. Wahrlich genug Flüssigkeit blieb in den letzten ca. 4 Wochen auf der Strecke.
Einen Teil der Geschichte kennt Ihr ja bereits, zu berichten gibts noch unser Segelabenteuer und den (kurzen) Aufenthalt in Panamá. Zuerst aber sollen unsere beiden letzten Rätsel aufgelöst werden (ja, wir haben eines vergessen):
- Ihr könnt Euch vielleicht noch an das Foto mit der gespaltenen Lampe erinnern. Verantwortlich für diesen Schaden ist Veras Schädel. Aufgrund der holprigen Schotterpiste ging sie regelmässig und wortwörtlich an die Decke.
- Zu unseren Reise-Highlights: Einfach war die Auswahl wahrlich nicht, aber wir konnten uns wie folgt einigen: 1) Cotopaxi-Besteigung, 1) Galapagos, 1) Sprachaufenthalt in Sucre. Der Tiefpunkt hingegen liegt auf der Hand: CL-Finaleinzug des FC Bayern. Geteiltes Leid ist zum Glück halbes Leid, denn ganz Antigua fühlt mit Wegi...
So, nun zu Aktuellem: Unser Segelboot wurde vom jungen französischen Capitano David gesteuert. Er navigierte einwandfrei und kochte noch besser. Und wenn ein bisschen Alkohol ins Spiel kam, war er auch richtig gesprächig :). 6 Leute haben auf dem Schiff "platz", aber es wäre wohl auch zu dritt ziemlich eng.
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| Der Kutter "Tango 2 Amores" vor Anker im Hafen von Cartagena |
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Die ersten beiden Tage/Nächte segelten wir auf offener
See, was für die meisten mit blauen Flecken endete. Es war zudem nicht immer
einfach sich zu beschäftigen, wer zumindest etwas lesen konnte, durfte
sich angesichts des Wellengangs glücklich schätzen (Wegi verschlang 3
Bücher:)). Ansonsten wurde getratscht und geschlafen. Und selbst die
härtesten Wikinger hätten uns wohl einen Kranz gewunden: Auf dem ganzen Trip
behielt ein jeder seinen Mageninhalt für sich, was offenbar ziemlich
selten ist.
Während den Nachtwachen
(der Capitano braucht auch seine Ruhe) erlebten Vera und Wegi
Unterschiedliches: Wegi musste beim ersten Mal (zusammen mit dem Deutsch-Zürcher Tim und
dem Capitano) zwei Riesentankern ausweichen und begrüsste am frühen
Morgen der zweiten Nacht schwimmende, schlafende, springende und
senkrecht aus dem Wasser guckende Delfine. Vera hingegen durfte beide Male dem Regen trotzen.
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| Unser Abschlusseindruck von Kolumbien bzw. Südamerika: Skyline von Cartagena |
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| Dank beweglichem Herd war Kochen auch dann möglich, als uns permanent der Boden unter den Füssen weggerissen wurde. Essen hingegen war um einiges anspruchsvoller |
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| Das erste Mal Land (Panamá) in Sicht. Vera meint zwar, man sieht nichts, aber am Horizont taucht doch eine Bergkette auf oder? |
Kurze Zeit später tauchten die Delfine auf. Da alle anderen schliefen und sich Tim und Wegi zu spät bemühten, Alarm zu schlagen, glaubte man ihnen zuerst kein Wort. Hier der Bewies!
Kräftig durchgeschüttelt erreichten wir nach 42
Stunden das aus über 350 Inseln bestehende San Blas Archipel. Drei Tage
lang wurden wir nun von mit Palmen gesäumten Stränden, frischem
Meeresgetier, schönen Unterwasserwelten und viel Sonne für unsere Qualen
entschädigt. Aufgrund der Hitze schlugen wir uns aber auch diese Zeit oft lesend und schlafend um die Ohren.
Ein
wahrhaftig Abenteuer war das und trotzdem beklagten wir uns nicht, wieder
festen Boden unter den Füssen zu haben. Um den Übergang bezüglich Gleichgewicht möglichst sanft zu
gestalten, mussten wir allerdings reichlich Bier stürzen :) (ein Scherz am Rande).
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| Weniger als zwei Palmen konnten wir nicht finden |
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| Apéro |
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| Nochmals ein Bild unseres temporären Zuhauses |
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| Was Besuchern von Inselparadiesen oft verborgen bleibt: Schmutzige und mit Abfall übersäte Hinterhöfe, hier im Hauptort Porvenir (eine Handvoll Einwohner) |
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| Links und (auf diesem Bild) gesichtslos: David, der Capitao. So sah der Schiffsalltag häufig aus |
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| Manchmal aber auch so... |
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| ...und des Öfteren so. Dies übrigens unsere "Kabine". Man bedenke: Der Bug wackelt immer am meisten :) |
Nach einer Nacht im etwas vergessenen Strandort Puerto Lindo gelangten wir am nächsten Tag nach Panamá
City, bekannt (und teilweise berüchtigt) als moderner und etwas steriler Finanzplatz. In den kommenden drei Tagen
sahen wir uns die Stadt sowie den Panamakanal (wird in Bälde 100 Jahre alt, der greise Sack!) an. Zudem unternahmen wir
(ungewollt) einen Ausflug der etwas speziellen Art: In den falschen (aber
wirklich kreuzfalschen) Bus eingestiegen endeten wir nach ca. 2 Stunden Irrfahrt
irgendwo in einem heruntergekommenen (und gemäss Lonely nicht ungefährlichen) Vorort, von wo aus wir dann aber
hurtig hurtig wieder in die Innenstadt fuhren (dieser Bus brachte uns
dann fast vors Hostel, Holz anfassen :)).
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| Abschlussfoto in einer feinen Beiz in Puerto Lindo |
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| Umsteigen in Colón, einem überaus hässlichen Pflaster. Die meisten öffentlichen Busse in Panamá waren in ihrem früheren Leben für den Schülertransport in den USA zuständig |
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| Von dieser Exklave wussten wir bis anhin noch nichts |
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| Da hat einer gut aufgepasst und das farblich passende T-Shirt montiert |
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| Vielleicht noch ein Wort zum Wetter: Es war so heiss wie in Cartagena, nur viiiieeell feuchter! |
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| Die auferstehende Altstadt Casco viejo... |
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| ...ein Nebeneinander von hoffnungslos verfallen und neu restauriert |
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| Fühlen sich offenbar wohl im Panamakanal, gemäss Taxifahrer übrigens auch auf der Autobahn. Lächeln die wirklich so schelmisch? |
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| Schleusen am Panamakanal. Wir sahen leider nur ein paar kleinere Schiffe passieren, die Riesentanker kommen meist morgens und abends |
Übernachtungstechnisch erlebten wir in Panamá City eine
echte Steigerung: In der ersten Nacht durften wir ein Zimmer auf dem
Gang beziehen, in der zweiten sollten wir trotz Reservation eines
Doppelzimmers ein Bett in einem Dorm teilen, bevor wir quasi als
krönender Abschloss doch noch unser Doppelbett erhielten. Geschlafen
haben wir aber (fast) immer wie Steine.
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| Unsere Suite in der ersten Nacht in Panamá City |
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| Auch wenn wir (nur) noch 3 Wochen unterwegs sind, zeigt Wegis Rucksack langsam Auflösungserscheinungen. Mit Faden und Leim (ursprünglich in Buenos Aires zur Reparatur von Wegis Schuhen erstanden) wird versucht, den Todestag noch etwas herauszuzögern |
Für das neuerliche Rätsel greifen wir bereits etwas vor. Hier in Antigua werden die Menschen durch ein Gesetz unsäglich stark eingeschränkt (das gilt jedenfalls für Zentralamerikaner). Es ist, als würde man einem Schweizer verbieten, Käse zu essen. Um was für ein Verbot handelt es sich wohl? Tipp: Autolärm.
Hupverbot in der ganzen Innenstadt, ach waren das doch schöne Zeiten in Antigua. Ausser das Hupi pfeifft weniger als 3 Sekunden.. Schöne Verglich mitem Käseessen!
AntwortenLöschenach ja übrigens ganz herzlich wurstige Grüsse von Uli. Habe angefragt für den 19. Mai - die Würste sind in Produktion und ihr seit natürlich eingeladen zu Weissbier und Wurst und auf das der schöne, nachhaltig gesunde, nicht korrupte Fussballgeist siegen möge
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